Erster Testbericht: Sand im Getriebe

Kurz nach dem Ende unserer Sommerpause forderte uns Rot-Weiß Hellersdorf zu einem ersten Sparring heraus. Bei schönstem Sommerwetter spielte Fortuna etwas Roulette…und die Kugel landete auf der Zahl 10…

01_Mannschaftskreis

Erstarrt vor der zehnköpfigen Schildkröte!

Zehn…das war die Anzahl der Schildkrötenkrieger, die in die Schlacht gegen die fast doppelt so zahlreich angereisten Gegner ziehen sollte. Großen Dank an die Anwesenden.

Zehn…das war die Zahl die auf dem Schein stand, den beide Teams dem Schiri in die Hand drücken mussten, damit er das Spiel in unnachahmlicher laufwegvermeidender Art leitete. Großen Dank für die souveräne Schiedsrichterleistung.

Zehn…das war die Summe der abgelaufenen Minuten, nach der die Kröten zeigten, wie sie kicken können. Nach einem Doppelpass von Zmudi und José setzte sich ersterer mustergültig auf rechts durch und zog bis zur Grundlinie durch. Den Pass in die Mitte konnte Flo zunächst nicht verwerten. Hinten lauerte allerdings Wladi und vollstreckte unnachgiebig zum 1:0. Großen Dank für diesen starken Auftakt.

Zehn…das war die Summe der Minuten, die uns noch fehlten um die gar nicht mal unverdiente Führung in die Pause zu retten, als sich Seppl und Felix auf der rechten Seite im Spielaufbau versuchten. Leider lernten wir dabei auf bittere Art und Weise, dass ein Ballverlust im Spielaufbau leicht zu Gegentoren führt. Basti war sogar nochmal dran, hatte aber keine Chance. Großen Dank für den aufopferungsvollen Versuch.

Zehn…das war die Länge der Halbzeit in Minuten, da der Schiri zeitig essen wollte. Wir nutzten sie im Wesentlichen dazu, um uns auf das Unausweichliche vorzubereiten: Die Kraft würde nicht reichen, um die Nummer hier durchzustehen. Im Grunde hätten wir alle auf Seppl hören sollen, der es mit „So, lasst uns aufhören, wir haben doch schön getestet“ ganz gut getroffen hatte. Großen Dank für diese fußballerische Weitsicht.

Zehn…das war die Anzahl der Tore, die in Hälfte zwei noch fallen sollte. Drei davon fielen sehr schnell über unsere rechte Seite und raubten uns die den ernsthaften Glauben daran, dass hier noch was gehen könnte. Drei davon fielen über links und zeigten uns, dass wir hinten in der Sommerpause etwas eingerostet waren. Und drei waren überflüssige Folge des euphorischen Momentums, das der Gegner mittlerweile verdientermaßen aufgenommen hatte. Nicht unerwähnt bleiben soll aber das zehnte und letzte Tor dieser Halbzeit. Nach erneut überzeugendem Spielaufbau über beide Marcüsse und Wladi spielte letzterer perfekt in die Gasse zum kreuzenden Flo, der dem Keeper im 1v1 keine Chance ließ und den 10:2-Endstand markierte. Großen Dank für dieses versöhnliche Ende.

Zehn…ach scheiß drauf, schöner kann ich das Spiel einfach nicht reden. Vergessen wir’s bitte schnell.