Oh Welt Verein, mein Welt Verein…

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Schaut man als eingefleischter Welt Vereinsler dieser Tage auf die Tabelle, könnte man meinen, man wäre im falschen Film. Der Welt Verein auf einem Abstiegsplatz – das kann doch wohl nicht wahr sein. Und ja, wäre ich nicht selbst schon dabei gewesen, würde auch ich meinen Augen nicht trauen. Aber Freunde, wir spielen ja nicht erst seit gestern Fußball und so wissen wir, dass dies auch nur eine Momentaufnahme ist und der Welt Verein sich wie gewohnt selbst am Schlawittchen packt und – so Fußballgott will – sogar auf einem unglaublichen 6. Platz noch den Aufstieg schafft. Weil wenn, dann schafft das nur der Welt Verein.

Bein-Verein

Bein-Verein

Ach ja, Fussball gespielt haben wir natürlich auch. Der Titan vom Borsigplatz (irgendwo zwischen Tegel und Brandenburg) erwartete uns für ein munteres Auswärtsspiel auf einem unserer Lieblingsplätze (Javi, die BVG und die Polizei erinnern sich gern) am samstäglichen Vormittag zu grölenden postsowjetischen Ultragesängen samt Knallerei.

Dynamik und Athletik auf beiden Seiten.

Dynamik und Athletik auf beiden Seiten.

Unsere Scoutabteilung wahrsagte, dass der Gegner wohl sehr athletisch sei. Haben wir bis dahin sein Augenzwinkern nicht gesehen, war dieses beim Betreten des Platzes allgegenwärtig. Wir spielen also gegen 11 Usian Bolts.

Ab auf Tuchfühlung...

Ab auf Tuchfühlung…

Umziehen, warm machen, Kater verscheuchen, vom Coach strategisch wertvoll eingestellt werden, von Tanne anbrüllen lassen und los geht’s.

Nach vorn sei unser Blick gerichtet...theoretisch.

Nach vorn sei unser Blick gerichtet…theoretisch.

Leider war gerade Usian No 10 sehr gut aufgelegt und wir viiiiiiiiiiiiel zu weit weg von unseren Männern und so kam eins zum anderen. Langer Ball von No 10 aus dem Halbfeld über unsere gesamte Verteidigung, Stürmer lässt ihn tippen, Basti kommt raus, Stürmer hebt ihn drüber, Tor. „Das war zu einfach“ sagte Tanne. „Stimmt“ antwortete Coach.

So oder so ähnlich passieren Gegentore.

So oder so ähnlich passieren Gegentore.

Es dauerte dann noch 2 Tore bis wir erkannten, dass No 10 eine Extrabehandlung nötig hat und wir den Coach aus dem Abwehrzentrum eins nach vorn zur Sonderbewachung abstellten.

5,7 in der B-Note

5,7 in der B-Note

Dies klappte auch nicht schlecht und wir erspielten uns 2 hochkarätige Chancen, von denen eine durch Andi und die andere durch … (kann jemand die Gedächtnislücke füllen?) nicht mit dem letzten Quäntchen Glück vollendet werden konnte.

Es gibt nur einen Ball. Wenn der Gegner ihn hat, muss man sich fragen: Warum!? Ja, warum? Und was muss man tun? Ihn sich wiederholen! (Giovanni Trappatoni)

„Es gibt nur einen Ball. Wenn der Gegner ihn hat, muss man sich fragen: Warum!? Ja, warum? Und was muss man tun? Ihn sich wiederholen!“ (Giovanni Trappatoni)

Irgendwann fiel dann noch ein 4. Gegentor…und das Wetter war schön…Abpfiff.

Hängende Köpfe - wieder keine Punkte.

Hängende Köpfe – wieder keine Punkte.

Naja, jetzt heißt es auf jeden Fall Kopf hoch und weiter geht’s. Große Grütze ist natürlich unsere aktuelle Verletztenlage und zu guter Letzt sind wir leider auch sehr potent und machen andauernd Nachwuchs, der uns vom Training/Spiel abhält. (Randnotiz: Wozu haben die Mädels eigentlich Elternzeit?). Aber da hilft alles Jammern und auch der Knurrer aus Kerkrade nix. Nächste Woche geht’s von vorne los. Ich freue mich schon riesig!